1. November 2020 | Monatsgedanke

Monatsgedanke November

Beschützt?!

In den letzten Monaten habe ich gelernt mich gut zu schützen, z.B. mit Alltagsmasken in vielen Varianten und Farben, durch regelmäßiges Händewaschen und durch das Einhalten von Abstandsregeln. Mein Körper und meine Gesundheit sind mir wichtig. Gott hat mich geschaffen, einmalig, unverwechselbar, mit allen meinen Ecken und Kanten. Ich bin ein Meisterwerk seiner Schöpfung – du auch!
Ich möchte dankbar und achtsam leben, das drückt sich für mich in einem bewussten Lebensstil aus: gesunde Ernährung, buntes Obst und Gemüse, zwei Liter frisches, klares Wasser am Tag, regelmäßige Bewegung, öfter Treppe statt Aufzug, Fahrrad statt Auto, damit meine Muskeln in Bewegung bleiben, dafür hat Gott sie gemacht. Ich möchte mich wohlfühlen in meinem Körper, ihn gut versorgen, denn er begleitet mich durch mein ganzes Leben. Mein Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes (1. Korinther 6,19), Gott will in ihm wohnen, das begeistert mich und bedeutet Verantwortung: Gott soll nicht im Chaos, in der Räuberhöhle wohnen, er soll es schön haben!
Soweit so klar, doch was ist eigentlich mit meinem Herzen? Ich könnte auch fragen, was ist mit meinen Gedanken, meinen Gefühlen, meinem Verstand? Wie schütze ich mein Inneres, meine Seele, wenn ich doch schon so auf mein Äußeres achte? Auf was richte ich meine Gedanken aus? Womit beschäftige ich mich? Welche Filme schaue, welche Bücher lese ich? Wem höre ich zu und wie rede ich selbst? Welche Gedanken lasse ich an meine Seele? Was mute ich ihr zu? Baut es mich auf oder werde ich nach unten gezogen? Es tut mir gut, immer wieder inne zu halten und mich zu fragen, wie es mir wirklich geht. Wenn die Musik, die ich höre, mich traurig oder wütend macht, kann ich sie ausschalten. Wenn der Krimi so spannend ist, dass ich nachts nicht schlafen kann, dann schaue ich doch einfach etwas anderes oder lese ein Buch. Brauche ich Romane, in denen die unglückliche Ehefrau von einem Traumprinzen erlöst wird oder lohnt es sich nicht viel mehr für meine Ehe zu kämpfen und gemeinsam an Schwierigkeiten zu wachsen? Höre ich Lästereien schweigend zu oder setze ich bewusst ein Stopp? Ich möchte nicht nur meinen Körper schützen, sondern auch meine Seele, die Bibel spricht in diesem Zusammenhang von meinem Herzen. In den Sprüchen 4, 23 steht „Vor allem aber behüte dein Herz, denn dein Herz beeinflusst dein ganzes Leben.“
Bei BodySpiritSoul habe ich gelernt achtsam mit meinem Körper und mit meiner Seele umzugehen. So wie mein Körper Wasser, eine abwechslungsreiche, vitaminhaltige Ernährung und Bewegung benötigt, damit es ihm gut geht, so braucht auch meine Seele gute Nährstoffe und Beweglichkeit. Regelmäßige Zeiten im Zwiegespräch mit Gott und neue Impulse durch das Lesen in der Bibel sind für mich wie frisches, klares Wasser. Gute Begegnungen und Gespräche, Gottesdienst, Wandern in der Natur, ermutigende Bücher, schöne Musik hören … all das nährt meine Seele. Aus der tiefen, inneren Sicherheit von Gott geschaffen und geliebt zu sein, kann ich in seiner Kraft losgehen, meine Gaben entdecken und ausprobieren, mich weiterentwickeln und  voller Dankbarkeit von dem erzählen, der mir Leben gibt und Vergebung schenkt.
Ich bin auf dem Weg, versuche achtsam, dankbar und im Vertrauen auf Gott zu leben, meinen Körper und mein Herz zu beschützen. Manchmal gelingt es mir richtig gut, manchmal weniger, mir ist wichtig losgegangen zu sein. Wie ist das bei dir? Wo stehst du gerade? Ist es an der Zeit neue Schritte zu gehen, vielleicht gibt es einen BodySpiritSoul-Kurs in deiner Nähe, gemeinsam gehen ist oft leichter. Bitte denke daran: es geht um dich, um dein Herz, deinen Körper und Gott, der dich einzigartig und wunderbar geschaffen hat und liebt. Der Herr schützt dich und mich wie eine sichere Burg, er ist der Fels, bei dem wir Zuflucht finden. (nach Psalm 94,22)

Stefanie Kühner