Monatsgedanke Mai

Kostbar – das steht als Motto über dem Tag für Frauen. Wir nutzen es in der Bedeutung „wertvoll, erlesen, teuer“.

Kostbar – so heißen inzwischen aber auch Restaurants, Cafés, Kantinen. Hier geht es eher um Essen – und ob es um erlesenes Essen geht, ist dabei nicht gesagt.

Kostbar – was passiert, wenn es nicht von den Kosten, sondern dem Kosten abgeleitet ist, dieses Wort? Ich kann mal kosten, und wie an einer Bar dabei auch noch auswählen, vielleicht frei zusammenstellen, so wie es mir gefällt.

Da begegne ich Leuten, die tun das mit ihren Werten und ihrer Spiritualität. Hiervon ein wenig, davon etwas mehr, und insgesamt so, dass es mir passt, mir schmeckt. Ganz konkret habe ich da den Satz einer Kollegin im Ohr, die von ihrem Heiler sprach und der Meinung war, ich könne auch zu ihm gehen, denn Jesus komme in seinem Repertoire auch vor.

Doch bin ich selbst so weit entfernt von dieser Kost-Bar? Probiere ich nicht auch das aus, was mir passt, und die eher unbequemen Gerichte lasse ich aus? In dem, was mir liegt, fällt mir das Leben als Christin leicht, aber anderes fordert mich heraus – die Beziehung zu dem schwierigen Nachbarn, das wahrhaftige Reden, das… (ergänze gerne, was Deine Herausforderung ist, die Zutat, die Dir nicht schmeckt).

Und auch die Beziehungspflege zu Jesus kommt mir in den Sinn. Was habe ich nicht schon alles ausprobiert, dieser geistlichen Übung, jener Predigt zu folgen versucht. Alles einmal kosten, vielleicht komme ich auf den Geschmack.

Aber Stopp! Deshalb leitet sich das Motto des Tages von „wertvoll, erlesen und deshalb teuer“ ab und nicht von „mal probieren“. Wenn ich zu der ursprünglichen Bedeutung zurück gehe, werden die Prioritäten wieder gerade gerückt. Es geht um Beziehung, die Beziehung zu Jesus, und nicht um Wege, Übungen. Wichtig, wertvoll ist, um noch einmal das Bild des Restaurants zu bemühen, die Gesellschaft und nicht das Menü. Und in Seiner Gesellschaft, in dieser Beziehung gibt es nicht nur Kostproben des echten Lebens, sondern Leben satt! Für mich, für dich, für uns! (Jesus in Joh. 10,10: Ich bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.)

Anke Weiss

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