Monatsgedanke Mai 2020

Veränderung

„Alles neu macht der Mai…“

Ja, wie wunderbar, wenn plötzlich die Magnolie meines Nachbarn beginnt,   zu blühen- einfach majestätisch! Und auch die anderen Sträucher und Bäume erwachen aus ihrem Winterschlaf, neues Leben beginnt – endlich, nach einem langen, nassen, kalten Winter.

Das ist eine Veränderung, die wir alle erwarten und herbeisehnen.

Veränderung

Ein starker Nachtfrost und zerstört ist die Pracht vor meinem Küchenfenster…die Magnolie sieht braun aus, wie Herbstlaub…

Enttäuscht! Es macht mich nachdenklich…

Was haben wir Menschen wirklich in unserer Hand?

Veränderung

Ein Unfall, eine Diagnose, plötzlich arbeitslos oder allein, weil ein geliebter Mensch „gegangen“ ist…, eine Pandemie…

Ohne Vorwarnung ist in einem Moment alles anders.

Diese Veränderungen wünscht sich keiner, fordern uns heraus, überfordern nicht selten.

Fragen, Sorgen, vielleicht auch Zweifel an Gott, an Seiner Güte und Treue beschleichen und beängstigen uns.

Die Zeit bleibt stehen, wie versteinert, gelähmt steht man da; nichts geht mehr.

Veränderung

– bedeuten, „Es beginnt etwas Neues“!

Das gilt für die schönen Veränderungen, die wir uns gewünscht haben… einen Partner, ein Kind, eine neue Arbeitsstelle oder Wohnung…

Das gilt aber auch für die schweren Veränderungen, die uns den Boden unter den Füßen wegreißen, anstrengend und beängstigend sind.

– bedeuten Akzeptieren, Umdenken, Umorganisieren, Einstellen und Einlassen, neue Schritte wagen.

Mir fällt eine Flüchtlingsfrau ein…

Sie war eine glückliche Frau, die alles hatte, was sie sich wünschte- sie hatte einen guten Mann, zwei Söhne, Haus und Hof, sie war eingebunden in eine Dorfgemeinschaft. Sicher gehörten die jüdischen Feste, wie der Gang zum Tempel zu ihrem Leben.

Doch dann brach eine Katastrophe nach der anderen über sie herein- Hungersnot, Verlassen der Heimat und allem, was ihr bisheriges Leben ausmachte. Nachdem sie sich eingelassen hatte auf ihre neue Situation stirbt ihr Mann, dann auch noch ihre beiden Söhne.

Nichts bleibt, keinen Rechte, kein Besitz…- bis auf ihre Schwiegertochter  und Gott. Sie nimmt alles aus Seiner Hand, sie war an IHM drangeblieben!

Sie macht Gott keine Vorwürfe, sondern macht sich auf den Heimweg.

Was sie dann erlebte überstieg alle ihre Erwartungen. Sie wird nicht nur gut versorgt, sondern bekommt einen Enkel, die Familie bleibt erhalten.

Und Gott war in allem dabei und vollbringt seinen Plan. Gottes Gedanken und Pläne stehen weit über unserem Verstehn. Diese berührende Geschichte von Noomi kannst Du im AlteTestament der Bibel im Buch Rut nachlesen.

Veränderung

– sind die Bewährungsproben unseres Glaubens und Vertrauens

– Zeiten des Wartens, Aushalten

– Zeiten des Wachstums und des Reifens

– bergen auch Chance, neue Perspektiven, Wege und Möglichkeitenn

Und übrigens- unser Nachbar hat große Zuversicht, dass seine Magnolie diese „Krise“ überlebt, denn sie hat sich schon so oft bewährt…

Ich lade Dich ein zum Nachdenken

– über Deine Werte, Prioritäten, Beziehungen;

– über die Frage: „Herr, was willst Du mich lehren?“

– und vielleicht steht Jesus auch neben Dir und stellt Dir nur eine Frage: „Hast Du mich lieb?“

Ich wünsche Dir, dass die Veränderung in Deinem Leben Dir zum Segen werden und Du im Rückblick verstehst und Gott die Ehre gibst!

Dorothea Erlach

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