1. Juli 2021 | Monatsgedanke

Monatsgedanke Juli 2021

Drück mal auf „Pause“…

Urlaub- „die schönste Zeit im Jahr“- so sagt man, sehnlichst erwartet, hart erarbeitet, bis auf den letzten Moment… und nun ist es endlich soweit, ob zu Hause, an der See/am Meer oder in den Bergen dürfen wir zur Ruhe kommen. Ein echtes Geschenk!

Drück mal auf „Pause“…

der Arbeit, den Verpflichtungen den Rücken kehren; tun, was oft zu kurz kommt; Gottes Schöpfung sehen und erleben und dem Schöpfer selbst begegnen; Neues entdecken; kein Wecker, kein Stress, keine „to do“- Listen. Aber aufgepasst!

Drück mal auf „Pause“ und schau, ob sie auch hier lauern, die Listen der Aktivitäten, Sehenswürdigkeiten, Bücher u.a.

Ein anderes Geschenk, der Ruhetag- ist vielleicht mal ganz neu zu entdecken…  Ich lade Dich ein zu einer kurzen Zeitreise…

Stell Dir den schönsten Garten vor, den Du je gesehen hast. Gott geht mit seinen beiden Menschen dort spazieren und zeigt ihnen voller Freude alles, was ER gemacht hat. Es ist der 7. Tag der Erde und die Schöpfung wird vollendet-durch den Ruhetag- übrigens der erste Tag von Adam und Eva! „Abgesondert“, geheiligt…

Dieser Tag begegnet uns etwas später wieder, in den 10 Geboten und immer wieder- der Sabbat, abgesondert, geheiligt! Gott schafft damit einen Rhythmus für uns Menschen, der uns gut tut! Dieser Tag ist für uns Menschen und nicht umgekehrt, so sagt es Jesus und macht klar, dass es nicht um Regeln geht.

Gott sagt damit: „Drück mal auf Pause!“ Einige wenige denkenswerte Punkte…

Am Vorabend, bei Sonnenuntergang wird die Arbeit und die Arbeitskleidung abgelegt. Was nicht fertig geworden ist, muss ruhen…„Es ist so, wie es ist!“

Pünktlich und nicht erst „Ich komme in ein Viertel Stündchen!“, „Ich muss noch eben!“, oder „Das noch schnell fertig machen…“

Und warum keinen Lichtschalter bedienen?- „In dem Moment, wo dir erlaubt ist, auf einen Schalter zu drücken, gibt es 99 andere Schalter, die darauf warten, gedrückt zu werden!“- Ich ergänze: Tasten und Knöpfe…

Ein Tag für und mit Gott, zur Erinnerung, was ER getan hat, Feiern und fröhlich sein, in Gemeinschaft der Familie oder/ und dem Freundeskreis- in ganzer Aufmerksamkeit für unser Gegenüber! Gott freut sich, wenn wir uns freuen!

Ruhen heißt Loslassen! Und mir ist dabei noch nie die Arbeit weggelaufen…

Ein Tag, um dankbar auf die Woche, das Gute und „Geschaffene“ zurück zu blicken, zu genießen, zu feiern in fröhlicher Runde- welch ein – Geschenk!

Gott schuf noch einen anderen Rhythmus- Tag und Nacht- der uns gut tut! ER erschuf einen Teil, begutachtete ihn und beendete den Tag! Nehmen wir ein Stückchen „Sabbat“ mit in die Woche…

Alltag- auch hier ist es wichtig:

Drück mal auf Pause!- vielleicht nur einen Moment mal von der Arbeit wegsehen, den Kaffee/Tee bewusst genießen oder ein kurzes Gespräch zulassen, ein kurzes Gebet sprechen und sich der Gegenwart Gottes bewusst werden …

Und dann wirklich „Feierabend“; Schluss mit der Arbeit, zur Ruhe kommen, dankbar zurückblicken, Loslassen-, vielleicht noch eine Nacht darüber schlafen… „Es ist, so wie es ist!“

Auszeit- Drück mal auf Pause!

Es gut, sich eine besondere Zeit frei zu machen, um zu reflektieren, prüfen und neu zu orientieren, mit Gott im Gespräch. – Lebe ich in dem mir zugedachten Rhythmus? Tue ich, was ich soll/will? Was steht an?…

Warum ist das so wichtig? Wir wissen es, tun es aber oft nicht…

Ruhe ist keine „Belohnung“, sondern gehört zu unserem Leben dazu und ist ein Geschenk Gottes. Ruhe- Zeiten bewahren uns vor Erschöpfung, Sinnlosigkeit und Frust.

Ruhen bedeutet nicht, dass nichts passiert. Im Gegenteil, unsere Gedanken kommen zur Ruhe und vielleicht bekommen sie eine neue Richtung, eine geniale Idee oder die gesuchte Lösung…

In meiner Küche hängt eine Karte: “Gott hat uns Zeit geschenkt, von Eile hat ER nichts gesagt!“

Im Lebensrhythmus Gottes leben bringt mehr Zufriedenheit. Da bin ich erreichbar für andere, für die kleinen Geschenke und Wunder des Lebens und auch für Gott!

„Ein erfülltes Leben bedeutet nicht ein Leben, das so voll wie möglich ist.“ (T. Sjödin)

Auch ein „unnützer Tag“ gehört zum Leben, ist ok, führt vielleicht zu mehr Energie und Kreativität!

„Schmecket und sehet, wie gut der Herr ist!“- Ich wünsche Dir Ruhe, ob im Urlaub, im Alltag oder einer Auszeit, wo Du dankbar zurückblickst und genießt, was Gott Dir geschenkt hat und wo Du IHM neu begegnest!

Dorothea Erlach (Mitglied im Arbeitskreis Frauen)

 

Drück doch mal auf Pause! – für ein lesenswertes Buch:

„Warum Ruhe unsere Rettung ist- Stell dir vor, du tust nichts und die Welt dreht sich weiter“ von Tomas Sjödin ISBN 978-3-417-26672-6