Monatsgedanke Februar

Nur noch wenige Tage dann laufen sie wieder durch die Straßen. Die einen präsentieren ihre selbst genähten Kostüme, die anderen schlüpfen in traditionelle Masken. Manche kopieren einen hochrangigen Politiker oder verkleiden sich ganz nach dem Motto, je schriller desto besser. Februar ist dieses Jahr Faschingszeit. Ich muss zugeben, das Drumherum mit meist viel Alkohol und derben Liedern weckt in mir keinen Freudentaumel. Und so bin ich froh, wenn das bunte Treiben nach kurzer Zeit wieder vorbei ist. Der Clown sich abschminkt und sich wieder zum stink normalen Büromitarbeiter zurückverwandelt.

Doch auch mir Faschingsmuffel gefallen manche Masken so gut, dass ich sie glatt auch nach Fasching noch anbehalte. Natürlich nicht die Sichtbaren. Ich mach mich ja nicht freiwillig zum Narren. Es sind die Masken, die andere auf den ersten Blick gar nicht mal bemerken.

„Ich verhalte mich so, wie andere mich gerne hätten“, ist zum Beispiel so eine Maske. Oder „ich will so sein, wie andere sind“. Manchmal tun oder sagen wir Dinge, die wir ganz tief drinnen gar nicht für richtig halten. Wir Frauen eifern der Körper- und Körbchengröße einer anderen nach, und finden uns selber immer weniger schön und wertvoll. Oder wir spielen die Starken, selbst wenn uns zum Heulen zumute ist. Bloß keiner soll sehen, wie es uns wirklich geht. Für das Gefühl dazuzugehören und anerkannt zu sein, halten viele einen Schein aufrecht, der dem Sein gar nicht entspricht. Und wie beim Faschingskostüm, ist Mann oder Frau darunter manchmal gar nicht mehr zu erkennen. Die Maske verschleiert mein wahres Ich.

David schreibt in der Bibel folgendes: (Psalm 139,13-17 Hoffnung für alle)

„Du hast mich mit meinem Innersten geschaffen, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet. Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich! Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen. Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann! Wie überwältigend sind deine Gedanken für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele!“

Gott hat dich gemacht. Und zwar großartig. Kunstvoll. Einfach genial. Und er weiß sogar alles, was du schon erlebt hast oder durchleben musstest. Und genau so liebt er dich. Genau so will er dich haben. Es gehört schon eine Portion Mut dazu, die Masken abzuziehen. Echt und authentisch zu sein. Sich so anzunehmen, wie ich bin. Ich denke, ein Versuch lohnt sich. Bleib nah an Jesus dran. Hör ihm immer zu, wenn er dir sagt, wie wertvoll du für ihn bist. Achte auf die Glanzpunkte in deinem normalen Alltag. Das wird dir dabei helfen. Jesus will dir dabei helfen.

Ich wünsche dir viele ehrlich-echte Begegnungen mit anderen Menschen und noch mehr maskenlose Zeiten mit Gott. Bei deinem Schöpfer darfst du ganz in echt einfach du selbst sein.

Kathrin Gottschick

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