Sie ist 30 Jahre, verheiratet, Mutter eines 2-jährigen Sohnes. Sie arbeitet 20 Stunden die Woche in ihrem Beruf. Ihr Sohn wird solange von der Tagesmutter betreut. Nachmittags ist sie ganz Mutter und Hausfrau. Am Samstag ist Putz- und Einkaufstag. Sonntags Familienzeit. Sie macht Sport und geht in einen Mutter-Kind-Kreis. Seit ein paar Monaten wohnt sie mit ihrer Familie in einem kleinen Reihenhaus. Dem eigenen. Sie ist meine Freundin. Nennen wir sie einmal Silke. Ich habe Silke schon oft zum Frauencafe in unsere Gemeinde eingeladen. Aber sie meint, das wäre nicht ihr Ding. Samstagnachmittags habe sie keine Zeit Kuchen zu essen, mit fremden Frauen zu plaudern und über ihr Leben nachzudenken. Und zugegebener Maßen dürfen wir zwar laufend neue Frauen im Frauencafe begrüßen. Aber eben alle jenseits der 40. Kaum eine in meinem Alter. Für Silke und unsere anderen Freundinnen, Arbeitskolleginnen und Bekannte aus dem Mutter-Kind-Kreis oder dem Sport haben wir deshalb die MÄDELSABENDE ins Leben gerufen. Unsere MÄDELSABENDE sind für junge Frauen bis ca. 40 Jahre. Wir wollen keine Parallelveranstaltung zu dem bestehenden Frauencafe, sondern eine Ergänzung für junge Frauen, die das bisherige Angebot nicht nutzen und sich auch sonst so selten in unseren Gemeinderäumen blicken lassen. Für Frauen eben – wie wir –, die sich auch sonst abends mit ihren Freundinnen zum Mädelsabend beim Italiener treffen. Wir haben versucht das „Drumherum“ so zu gestalten, dass es unserer Lebenswelt entspricht. Also keine 8er-Tische mit gebügelten weißen Tischdecken, sondern Sofas und Sessel locker um kleine Tischchen gestellt. Statt Kaffee und Kuchen, Cocktails / Punsch und Fingerfood. Statt großem Gemeindesaal, Jugendraum mit Loungemusik. Statt Samstagnachmittag, Freitagabend ab 20 Uhr. Statt 50min Vortrag über ein Lebensthema, 10 min interaktive Botschaften, in denen wir den Frauen dasEvangelium erklären.