1. Januar 2025 | Monatsgedanke

Es werde Licht – oder du fehlst 01/25

1. Januar 2025

„Es werde Licht“- unter diesem Thema standen die Advents- und Weihnachtsgottesdienste unserer Gemeinde. Wir haben den roten Faden neu entdeckt – ausgehend von Gottes erstem Schöpfungswort ganz am Anfang der Bibel (1.Mose 1,3) über Jesus als „das Licht“ (Johannes 8,12) bis hin Jesu Aussage und uns: Ihr seid das Licht der Welt“. (Matthäus 5,14)

Bei der Vorbereitung eines Gottesdienstes bin ich auf eine kleine Geschichte gestoßen, die mich bewegt hat. Ich möchte sie an dieser Stelle mit euch teilen:

Die Kirche der brennenden Lampen

So heißt im Volksmund eine kleine evangelische Kirche in Frankreich. An jedem Sonntagabend versammeln sich in ihr die Leute aus dem Dorf zum Gottesdienst. Jeder Besucher bringt eine Öllampe mit. In der Kirche werden die Lampen angezündet und auf die breiten Banklehnen gestellt. So wird der Raum hell und der Gottesdienst gefeiert. Im Jahr 1550 entstand diese Gewohnheit. Seitdem bekommt jedes Gemeindeglied, das seinen Glauben bekennt, eine Lampe, die es bis zum Tode behalten und zu jedem Gottesdienst mitbringen soll. Schon über vierhundert Jahre wandern diese Lampen von Hand zu Hand, und jeder weiß, wenn er mit seiner Lampe im Gottesdienst fehlt, wird die Kirche ein wenig dunkler sein. – Sieht es deswegen in unseren Gemeinden oft so düster und trübe aus, weil wir zu Hause bleiben? Die Kirche der brennenden Lampen erinnert uns daran, dass unser Glaubenslicht, unsere brennende Liebe, unsere Hoffnungsflamme in der Gemeinde gefragt sind. (Aus: „Dir vertraue ich“ von Axel Kühner)

Im Gottesdienst ist uns bewusst geworden, wie wichtig jeder Einzelne ist für die Gemeinschaft der Glaubenden und für die Menschen um uns herum. Es geht nicht darum, ob wir uns als kleine oder große Leuchte fühlen. Es macht einen Unterschied, ob du da bist oder nicht.  Du bist ein Hoffnungsträger für die Menschen an deiner Seite! Und auch du darfst dich vom Licht der anderen bescheinen und ermutigen lassen.

Ich wünsche uns von ganzem Herzen, dass wir im Jahr 2025 unsere Lampe in die Hand nehmen und so zum Segen werden für Menschen, die dieses Hoffnungslicht so dringend brauchen in einer unsicheren Weltsituation.

Brigitte Strauch, Wuppertal (Mitglied des AK Frauen)